Entstehung 

   

Ein Kindheitstraum wird wahr!  

Mit drei Jahren, das war 1955, bekam mein Bruder und ich die erste Eisenbahn. Von da an faszinierte mich, mal mehr mal  weniger, die Welt der Miniature immer wieder auf`s Neue. Zu jedem Anlass wurden wir mit Zubehör zur Eisenbahn beschenkt. Mein Bruder distanzierte sich sehr bald von diesem faszinierendem Spielzeug, dass bei mir immer wieder neue Fantasien weckte. Im Laufe der Zeit wurden die Anlagen immer größer und technisch immer pfiffiger, im Rahmen der damaligen Möglichkeiten, bis irgendwann zwischen 20 und 25 Jahren der reine Sammlertrieb in mir erwachte und alles was in meinen finanziellen Möglichkeiten steckte, gekauft wurde. Alles landete unausgepackt im Regal. 1994 wurde eine 90qm-Dreifachgarage mit Unterkellerung geplant und gebaut, in diese, mein Traum verwirklicht werden sollte. Nach ersten Planungen der Anlage stellte ich sehr schnell fest, dass nicht einmal für ein kleines Publikum noch Platz blieb. Irgendwann nach ca. 7 Jahren reifte eine Vorstellung, die schon Jahre vorher mein Wunsch, aber fernab jeder Möglichkeit der Verwirklichung war. Nach einem Gespräch, das sehr unterstützend und entgegenkommend für mich war, mit der Sparkasse Weissenburg, denen das Areal gehört, bekam ich die Zusage für eine Halle mit 500qm. So begann im Januar 2003 die Planung einer Großanlage mit 150qm, die in einer der ehemaligen Hofanahallen verwirklicht werden soll. Mit dem Beginn der Planung, kamen auch die ersten nicht erwarteten Probleme. Die herkömmlichen Planungsprogramme stürzten beim Ausmaß dieser Anlage, vor allem beim Ebenenwechsel, generell ab und ich konnte von Neuem beginnen. Nach dem 4. oder 5. Versuch, wurde die Anlage, planungstechnisch in 7 Teile zerlegt und somit konnte mit der Realisierung begonnen werden. Nach ca. 3 Monaten intensiver Bildschirmarbeit, stand das Konzept der Anlage. Da mein ganzes Schienenmaterial noch aus Metallgleisen bestand, das für ca. die Hälfte der Anlage ausgereicht hätte, war die Überlegung mit Metall weiter zu planen oder komplett auf das flexiblere Kunststoffgleis umzusteigen. Nach kurzem abwägen, habe ich mich für das Kunststoffgleis entschieden, da mit den Flexschienen doch eine realistischere Schienen Führung möglich war. Das brachte zwar meinen finanziellen Haushaltsplan ordentlich durcheinander, dieses habe ich aber nicht bereut.

 

Mit dem Bau des Grundgerüstes, habe ich Mitte April in der Zimmerei Riedl Übermatzhofen, die mir Ihre Räumlichkeiten inklusive Maschinen, kostenlos zur Verfügung stellten, begonnen. Mit dem Aufstellen und dem offiziellem Aufbau der Anlage, kam der Startschuss Anfang Juni. Das Grundgerüst stand nach ca. 6 Wochen fertig in der Halle. Man konnte zum ersten Mal die Ausmaße der entstehenden Anlage sehen. Es folgten die Unterbauten für die Schienen und Bahnhöfe. Ende September war es soweit, die erste Probefahrt konnte starten. Ein Erlebnis, ein unbeschreibliches Gefühl, die erste fahrende Lokomotive auf meiner Anlage, ich war begeistert. Nach einer ca. 5minütigen Fahrt, wurde meine Begeisterung jäh unterbrochen, die Lokomotive blieb einfach in einem der Schattenbahnhöfe stehen und rührte sich nicht mehr. Na klar, ich musste den Schattenbahnhof noch mit fahrbarem Material auffüllen, da sonst die automatische Zugsteuerung nicht in Kraft treten konnte. Gesagt, getan, die Fahrt ging weiter und verlief zu meiner ersten Zufriedenheit gut. Nach und nach wurden Kurvenradien entschärft und mit Flexgleisen vergrößert, Sicherheitsschaltungen für die Zugsteuerung installiert und immer wieder verfeinert und perfektioniert, Schwachstellen für Entgleisungen entschärft und Wendel für die Steigungen in 185cm Höhe im Radius vergrößert.

Bis zur endgültigen Fertigstellung  (Wunschtermin Mai 2004) werden noch etliche Probleme auf mich zukommen, die es zu meistern gilt. Da ich aber einen sehr kompetenten Partner, Modelleisenbahn Dengler in Pappenheim, nicht nur im Preis auch im technischen Bereich habe, werden sich die meisten Probleme in Wohlgefallen auflösen.

Das Team

Da solch ein Projekt nicht von einem Einzelnen verwirklicht werden kann, habe auch ich meine kleinen Helferlein, mein Neffe Peter Fackler mit Frau Konny, die für viele Modellhäuser und Anlagendetails, mein Patenkind Michele Eckerlein, der Kabelzieher und Crashkid, er absolvierte die meisten Testfahrten, Unfälle, Abstürze und fand somit die meisten Schwachstellen der vollautomatischen Zugsteuerung. Schröder Thomas, ehemaliger Lokführer, führte Planungsänderungen im Bahnhofsbereich und der Streckenführung durch und setzte sie in die Praxis um.

Meine Frau Carmen ist ebenfalls für Häuserbau und Detailausstattung zuständig, aber was noch viel wichtiger ist, um das mich bestimmt viele Eisenbahnenthusiasten beneiden, Sie war der treibende Keil damit dieses Projekt verwirklicht wurde.

Bernhard Fackler

   
   

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